Dieser Artikel vergleicht die drei wichtigsten Cannabinoide: THC (Tetrahydrocannabinol), CBD (Cannabidiol) und CBG (Cannabigerol) basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Alle drei Cannabinoide sind pflanzlichen Ursprungs (Phytocannabinoide) und interagieren mit dem menschlichen Endocannabinoid-System (ECS). Sie unterscheiden sich jedoch erheblich in ihren Wirkungen und medizinischen Anwendungen.
| Cannabinoid | Psychoaktivität | Medizinische Hauptanwendungen | Rezeptor-Bindung |
|---|---|---|---|
| THC | Hoch (euphorisch) | Schmerzlinderung, Appetitanregung, Übelkeit | Bindet stark an CB1-Rezeptoren |
| CBD | Keine (nicht berauschend) | Entzündungshemmung, Angstlinderung, Epilepsie | Wirkt indirekt, blockiert teilweise CB1 |
| CBG | Sehr gering | Neuroprotektion, Glaukom, entzündliche Darmerkrankungen | Bindet an sowohl CB1 als auch CB2 |
THC ist das primäre psychoaktive Cannabinoid in Cannabis. Es wurde erstmals 1964 von Raphael Mechoulam isoliert.
Wirkungen:
Medizinische Anwendungen:
Nebenwirkungen:
CBD wurde 1940 entdeckt, gewann aber erst in den 2010er Jahren an medizinischer Bedeutung. Es ist nicht psychoaktiv und wirkt teilweise den THC-Effekten entgegen.
Wirkungen:
Medizinische Anwendungen:
Besonderheiten:
CBG wird oft als “Mutter-Cannabinoid” bezeichnet, da es die Vorstufe von THC und CBD ist. In den meisten Cannabis-Pflanzen liegt CBG nur in sehr geringen Mengen (unter 1%) vor.
Wirkungen:
Medizinische Anwendungen:
Forschungsstand:
Die Cannabinoide wirken in Kombination oft besser als isoliert:
| Aspekt | THC | CBD | CBG |
| ——– | —– | —– | —– |
| Berauschung | Ja | Nein | Nein |
| Suchtpotenzial | Moderat | Keines | Keines |
| Hauptvorteil | Schmerzlinderung | Breites Anwendungsspektrum | Neuroprotektion |
| Forschungsstand | Umfangreich | Sehr umfangreich | Am Anfang |